Am rechten Ufer der Schwechat, am „Kleinen Wegerl im Helenental“, unterhalb der Ruine Scharfeneck, liegt die Hauswiese oder früher auch “Helenenwiese” genannt.

Angeblich soll die Hauswiese einst als Burgwiese der Turnierplatz von Burg Scharfeneck gewesen sein.
Die Anwohner betitelten die Burg als Haus und den Burgherrn liebevoll oder auch ironisch als Hausherrn. So ist vielleicht  die Bezeichnung “Hauswiese” entstanden.

Bereits in der Biedermeierzeit stand dort ein Musikpavillon, wo Lanner und Strauß musizierten. In den Sommermonaten fanden zweimal wöchentlich Kurkonzerte statt, die später auf nur mehr einmal wöchentlich reduziert wurden. Sogar in den Zwischenkriegszeit pflegte man noch ab und zu diesen Brauch.

Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts “florierte” es aber noch gewaltig auf der Wiese:
Man gab Kurkonzerte, Kaiserfeste und sogar berühmte Hunderennen, bei dem sich einmal sogar Kronprinzen, Erzherzöge und mehr als 2000 Zuschauer einfanden.

Die Wiese war damals noch von bedeutend weniger Bäumen eingesäumt und man konnte sich zu den Kurkonzerten beim Sesselverleiher einen Sessel, zu einem nicht ganz günstigen Salär, leihen.

Erst im Jahre 1895 errichtete man ein Kaffeehaus, das zum gern genutzten Treffpunkt der Kurgäste etablierte.  Es wurde später zur Jausenstation und ist heute ein Café-Restaurant und Waldgasthaus.
Erreichbar ist das Waldgasthaus Servus Hauswiese, über die seit 1879 bestehende gusseiserne Albrechtsbrücke und anschließend in zirka ein bis zwei Gehminuten entlang der Schwechat auf einem breiten Waldweg.  (siehe Plan)

Musikpavillon ca. 1890

Musikpavillon ca. 1890

Café Hauswiese 1899

Café Hauswiese 1899

Café-Restaurant Hauswiese 1942

Café-Restaurant Hauswiese 1942